Der estnische öffentlich-rechtliche Rundfunk ERR hat bekannt gegeben, dass Eesti Laul, Estlands jährlicher nationaler Vorentscheid, erneut den Vertreter des Landes für den 71. Eurovision Song Contest 2027 bestimmen wird, der in Burgas stattfinden soll.
Der Wettbewerb findet am Samstag, den 30. Januar 2027, in der Unibet Arena in Tallinn statt. Dabei werden 12 Songs um die Ehre kämpfen, das baltische Land auf der Eurovision-Bühne zu vertreten.
Die Song-Einreichungen begannen am 4. September 2026 und enden am 8. Oktober 2026. Karmel Killandi, Chefredakteurin von ERRs Unterhaltungsprogrammen, hob Estlands vielseitiges musikalisches Talent hervor: „Estland hat der Welt gezeigt, dass wir singen und tanzen, rappen und rocken können. Wie wir die Welt diesmal überraschen, liegt in den Händen unserer herausragenden Songwriter und Künstler.“
Der Sieger von Eesti Laul im letzten Jahr war Vanilla Ninja, eine bekannte estnische Popgruppe, die zuvor die Schweiz beim Eurovision Song Contest 2005 vertreten hatte – ein Beleg für Estlands starke Popmusiktradition.
Estlands Eurovision-Erbe
Estland debütierte beim Eurovision Song Contest 1994 und hat seitdem kontinuierlich eine starke Präsenz aufgebaut. Im Jahr 2001 wurde Estland das erste Land des ehemaligen Ostblocks, das den Wettbewerb mit dem Song „Everybody“ gewann, vorgetragen von Tanel Padar, Dave Benton und 2XL. Dave Benton schrieb Geschichte als erster schwarzer Gewinner des Eurovision Song Contests.
Im folgenden Jahr richtete Estland den Eurovision Song Contest in Tallinn aus und belegte mit dem Song „Runaway“ von Sahlene einen geteilten dritten Platz.
In jüngerer Zeit feierte Estland einen weiteren Podestplatz, als Tommy Cash beim ESC 2025 in Basel mit seinem Hit „Espresso Macchiato“ den dritten Rang erreichte – eine Leistung, die weithin gelobt wurde.


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