Nach Bulgariens Sieg beim Eurovision Song Contest 2026 startete der bulgarische Rundfunk BNT eine Suche nach der Austragungsstadt für den Wettbewerb 2027. Burgas und Sofia blieben als finale Kandidaten übrig, nachdem Plovdiv und Varna aufgrund von Bewertungen zu Veranstaltungsorten und Infrastruktur frühzeitig ausscheiden mussten.
Burgas als Austragungsstadt ausgewählt
Am 13. August 2026 wurde Burgas offiziell als Gastgeberstadt für den ESC 2027 bestätigt. Die im Jahr 2023 eröffnete Arena Burgas mit einer Kapazität von bis zu 15.000 Zuschauern wird als Hauptveranstaltungsort dienen. Die Termine sind der 11., 13. und 15. Mai 2027 mit zwei Halbfinalen und einem großen Finale.
Stärken von Burgas
- Moderne Arena, die den EBU-Kapazitätsanforderungen entspricht
- Internationaler Flughafen und gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur
- Umfangreiche Hotelkapazitäten in der Stadt und der angrenzenden Schwarzmeerregion
- Erfahrung in der Ausrichtung großer kultureller Veranstaltungen und internationaler Festivals
Das Angebot von Sofia
Auch Sofia, die Hauptstadt Bulgariens, legte ein starkes Bewerbungskonzept vor, mit der Arena Sofia, die fast 18.000 Plätze bietet, und Erfahrungen mit der Austragung des Junior Eurovision Song Contests 2015. Die Stadt hob ihre technischen Einrichtungen, die städtische Anbindung und Infrastruktur hervor, einschließlich der Metro sowie Veranstaltungsorte wie den Sofia Tech Park und den Nationalen Kulturpalast. Trotz einer versehentlichen Vorabbekanntgabe durch BNT und BBC wurde Sofia letztlich nicht ausgewählt.
Auswahlprozess und Kriterien
Die Kriterien der Europäischen Rundfunkunion (EBU) führten die Bewertung an. Wichtige Bewertungspunkte waren Kapazität der Veranstaltungsorte, technische Spezifikationen, Verfügbarkeit von Unterkünften, Verkehrsverbindungen und organisatorische Fähigkeiten. BNT betonte die Unparteilichkeit und technische Ausrichtung der finalen Entscheidung.
„Danke an Plovdiv und Varna für ihre Leidenschaft für den Eurovision Song Contest und das Interesse, dieses Ereignis auszurichten, das Millionen Menschen weltweit mit der Kraft der Musik verbindet“, sagte Martin Green, ESC-Direktor.
Die BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova erklärte: „Diese Entscheidung basiert ausschließlich auf der Bewertung vorab festgelegter technischer und infrastruktureller Kriterien, die für alle Kandidaten gleichermaßen angewendet wurden.“
Ausblick
Bulgarien wird 2027 zum zweiten Mal den Eurovision Song Contest ausrichten und damit sein wachsendes Engagement in der ESC-Gemeinschaft feiern. Die Vorbereitungen konzentrieren sich nun auf die abschließende Logistik und Veranstaltungsproduktion in der Arena Burgas.



